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Heulspitzen und Heulpfeile

Heulspitzen haben eine lange Tradition. Wie bei einer Flöte durchströmt Luft ein Loch in der Spitze und erzeugt dabei den Heulton. 

 

Heulpfeile wurde zum einen als Signal eingesetzt. Etwa bei der Koordination von Truppenverbänden. Eine andere Verwendung war die Einschüchterung des Feindes. Bei den Samurai war es nicht unüblich zuerst Heulpfeile hin und her zu schießen um den eigenen Truppen Glück zu bringen. Auch wurden Nachrichten an diese Pfeile gebunden und zum Beispiel in Festungen geschossen, durch den Heulton wusste man, dass es eine neue Nachricht gab. 

 

In Japan werden besonders prächtige und oft sehr teure Heulpfeile, genannt  Kabura-ya (Rübenpfeile), bis heute eingesetzt. Sie dienen unter anderem beim Momote Shiki Ritual des Shintoismus dazu, böse Geister zu vertreiben. Schon der Besitz eines solchen Pfeiles soll eine gewisse glückbringende Wirkung haben, daher kann man sie besonders zum Neujahrsfest, an vielen Shintoschreinen kaufen. 

 

Japanische Heulspitzen sind meist aus Holz gefertigt, moderne Spitzen werden aus robustem Messing gefräst und lassen sich zum Reinigen aufschrauben. Diese Spitzen können immer wieder verwendet werden. Heulspitzen aus früherer Zeit waren nach dem ersten Schuss meist zerstört oder konnten nicht wieder verwendet werden, weil sie dem Feind in die Hände fielen. 

 

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